Musiker + Komponist + Holzbläser + Jazz + Funk + Soul + Swing + Rock + Saxofon- und Querflöten-Stunden + Bandmitglied + Frontman
 

Querflötist


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Michael Knödel,
Musiker, Querflötist,
Musiklehrer,
Musical Director
Band, Bigband
 
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Jazz, Rock, Soul, Funk

meine Bands
  Musik ist mein zweites Gesicht und meine Liebe gehört dem Holzblasinstrument Querflöte. Ich gebe auch Instrumentalunterricht für dieses Musikinstrument und das Saxophon.

Wie ich zum Jazz kam:
  Ich hörte, nach Jahren in denen ich mich mit so ziehmlich jeder Musikrichtung auseinander gesetzt hatte, Wes Montgomery Gitarre spielen und dieser Musikstil nannte sich dann auch noch Jazz. Dieses Unwort war doch der Name für die die Musik, die so anstrengend zum anhören war - eine Welt brach für mich zusammen. Da spielte jemand Jazz, und es war gleichzeitig das liebevollste und ausdruckstärkste, was mir bis dahin zu Ohren gekommen war.
  Erst später erfuhr ich, dass Jazz der Oberbegriff für improvisierte Musik ist. Jazz besteht nicht nur aus FreeJazz, sondern beinhaltet so ziemlich jede Musiksparte. Ergo: Alles ist Jazz.
Das Kuchenstück, das mir so mundete nennt sich ModernSwing.

zur Website meiner Band "MK's Tonwerk"


Hier können Sie sich meine Kompositionen auf deren aktuellem Stand downloaden. Die Stücke sind als Entwurf in einem Midi-Programm erstellt (ja, ich finde den Sound auch furchtbar aber ich bin über die technische Möglichkeit froh, da sie die geschriebenen Noten doch irgendwie zum klingen bringt) und sind eine Skizze.
Der Rattenfänger und Jägerlatein haben sogar kleine Soli erhalten. Zum Anhören müssen Sie rechts klicken und dann das Ziel auf Festplatte speichern.

MK I Jägerlatein
Download 7,22 MB.
Ein Song über Machos. Die Gesangslinie ist hier von einem pseudo gregorianischen Chor dargestellt.

MK II Brummkreisel (Konzept)
Download 3,39 MB
Ein interessantes Spielzeug - fröhlich, kindlich und auch etwas eirig auf den Beinen

MK III Rattenfänger (Konzept)
Download 3,64 MB; 3min 59sec
Meine Vorstellung über die Melodie des Rattenfängers von Hameln

MK IV Karavanenkanon (Konzept)
Download 2,39 MB
Mein erster Kanon. Durch dessen strenge Form blieb mir als Ablauf nur etwas in der Art von Ravel's Bolero übrig

MK V der Besserwisser
Download 5,27 MB
Mit etwas Selbstironie - aber sind wir nicht alle ein bißchen ... Die Gesangslinie wird hier von einem Vibraphon gespielt.


  Meine aktuelle Band heißt "Gigbänd". Die Band besteht aus unterschiedlich versierten Musikern und steht unter meiner musikalischen Leitung. Wir sind jetzt leider wieder zu neunt und daher keine Bigband mehr. Unser Programm ist kunterbunt gemischt und geht von Jazz-Standarts der 30er Jahre über Songs der 70er bis hin zu aktuellen Eigenkompositionen.

  Vor zehn Jahren gehörte ich der "Black Ticket Band" an. Das Programm ging von Rock über Funk zu Soul. Ich gehöre dieser Formation nicht mehr an, aber sie machen weiterhin zusammen Musik.

  Seit über 15 Jahren spiele ich mit der Band Blue Matter interessiertem Jazzpuplikum auf. Die von uns preferierte Stilrichtung ist neben Modern Swing, Latin und Blues.

  Klingt das für Sie schmackhaft? Buchen Sie mich und meine Mannen.




Kompositionen

  Als Musical Director der Gigbänd habe ich auch angefangen zu komponieren. Hier meine Werke in cronologischer Reihenfolge.
  Alle Stücke können Sie sich als Entwurf (da durch Midi-Files erstellt) anhören. Ich habe sie im Shareware-Programm "Melodie Assistant" erstellt. Die unterlegten Sound-Files lassen zwar zu wünschen übrig aber es ist mM nach ein großer Vorteil die geschriebenen Noten auch zu hören.

  Jägerlatein baut auf einen Bassgroove auf, der mir beim gehen in den Sinn kam.
  Das Lied behandelt meine Eindrücke im Umgang mit Machos. Er besteht aus drei Teilen (funky Ein- und überleitungs-Groove, getragener Strophen-Rhythmus und Refrain). Ich wollte eine Komposition im Stile Steely Dans schreiben, da mich deren Songs immer schon tief beeindruckt haben. Sind sie doch eingängig und scheinen ohne irgend welche Sperenzchen vortzulaufen. Doch bei näherer Betrachtung stellt man fest, das die Sache aufwendiger zu reproduzieren ist, als sie sich den Anschein gibt. Ähnlich verhält es sich bei ihren Texten - die sind zwar aus Alltagsfloskeln aufgebaut, doch die Art ihrer Aneinanderreihung regt durch den erzeugten Widerspruch zum nachdenken an.


Jägerlatein (Text)

Ich kann's nicht bleiben lassen, bin das wirklich ich?
Oder soll mir das etwa nicht zustehen, weil ihr sagt:
Verbrenn' dir nicht die Finger, sei nicht dämlich!
Sag, bin denn nur ich vom Jagdfieber geplagt?

Einer für alle, alle für einen
Lasst mich der Eine sein
Alle werden mich beneiden
Das süße Stück ist mein


Ich gehe auf die Pirsch, doch es ist das Wild, das sich stellt
Beute hab' ich schon gemacht, Kerben trag' ich mehr am Schaft
Wo ist das kleine Kitz, das nach mir Ausschau hält
Ich will es jetzt und mit all meiner Kraft

Refrain


Mein kleiner Freund der ringt mich immer nieder
lässt mich zum Tier werden, verhalt' mich wie ein Pfau
Wilderei ist dem Mann angeboren, bei sich ist's ihm zuwider
Darüber sprech' ich doch nicht mit meiner Frau

Refrain


  Eingangs nach dem Intro ist ein 32-taktiges Saxophonsolo in G dorisch in dessen Mitte der Rhythmus von funky auf fließend wechselt.
   Es folgen zwei Gesangsstrophen mit jeweils einem Refrain. An den acht taktigen Refrain ist ein Takt für einen Drumbreak angefügt und zu Beginn des zweiten Chorus ertönt ein Hallalie.
  Dann kommt das Flötensolo über zweimal AABA (Strophe) und einem angehängten Refrain.
  Zwischen das Flötensolo und der dritten Strophe sind acht Takte im funky Groove, als scheinbarer Schluss und Vorbereitung auf die dritte Strophe, eingeschoben.
  Nach der dritten Strophe (plus Refrain) kommt das Pianosolo über AABA worauf kein Refrain folgt, sondern acht Takte funky Groove den Schluss bilden.



  Brummkreisel hingegen geht in eine ganz andere Richtung. Inspiriert von den späteren Miles Davis Aufnahmen wollte ich ein Musikstück machen, dass dem Solisten die größten Freiheiten einräumt. Es ist in G7 gehalten und die Rhythmusharmonien sind Quartakkorde wie wir sie von Miles Davis kennen. Im Melodieteil gehe ich, für unsere Hörgewohnheiten, völlig neue Wege wobei ich gleichzeitig unserem traditionellen Hörempfinden genug Futter gebe um nicht zu weit ins Abstruse abzugleiten.

  Und zwar hat die Melodielinie jedes beteiligten Instruments, obgleich alle im 4/4tel Takt spielen, ihr eigenes Taktmaß.
  Die Percussion spielt eine 2-taktige Line, die nach ihrem Hochbeschleunigen auch die einzige Linie ist, die sich durch das ganze Stück hindurch durchzieht bis sie zum Ende hin wieder abgebremst wird.
  Das Schlagzeug hat im vorliegenden Beispiel einen 3-taktigen Rhythmus, der aber auch durch einen 1-taktigen ersetzt werden kann.
  Der Bass folgt einer 8-taktigen funky Linie und vermittelt dem Hörer dadurch Vertrautheit. An der Basslinie orientieren sich auch die verschiedenen Einsätze.
  Das E-Piano spielt eine Drei-Akkorde Begleitung in eineinhalb Vierteln und wiederholt darum erst alle 9 Takte. Auch das E-Piano ist am Be- und Entschleunigen beteiligt.
  Die Hauptmelodie ist eine 7-taktike Linie der Querflöte, die dem Abzählreim Müllers Kuh nachempfunden ist.
  Die Zweitstimme ist eine 5-taktige Saxophonlinie, die etwas "Frére Jaques" in sich hat.

  Dadurch ergibt sich eine Wiederholung theoretisch erst nach 2520 Takten!

  Wie funktioniert so ein Brummkreisel? Man muss ihn erst einmal anschucken. Das übernehmen die Percussion und das E-Piano zu Beginn des Stückes. Sobald er dann am sich drehen ist sondert er diffuse aber gleichzeitig doch ebenmäßige Geräusche ab, er grooved. Wenn er dann schnell und rund läuft, kommt eine zusätzliche Melodie zum Vorschein.
  Aber das Stück ist, wie gesagt, als Solofreiraum konzipiert und darum bricht die Begleitung am Anfang der Soli komplett in sich zusammen. Nur die Percussion laufen eisern weiter. Alle anderen müssen sich erst einmal, jeder für sich, sammeln wärend der Solist den musikalischen Raum ganz im eigenen Sinn gestalten kann. Wärend sich das Solo zu seinem Höhepunkt hin verdichtet finden auch die Begleitinstrumente ihre Linie wieder.
  Zwischen den einzelnen Soli ist jeweils ein 8-taktiger Melodieteil eingeschoben. Und zwar die Variante, bei der alle Stimmen eine gleichzeitige Eins haben.
  Zu Beginn der Schlussmelodie dreht das E-Piano seinen scheinbaren Aufwärtslauf um in eine fallende Akkordfolge.
  Nach dem Ende der Schlussmelodie fangen die Percussion und das E-Piano an abzubremsen so, dass am Ende das ganze zu Boden rumpeln kann.

  Bei der vorliegenden mp3-Version sind die zwei Soli noch nicht ausgearbeitet.



  Der Rattenfänger. Schon als Kind fragte ich mich, mit welcher Melodie der Rattenfänger von Hammeln die Tiere wohl betörte. Da mir keine begegnete nahm ich mich nun der Sache an (es gibt wohl Lieder über den Vorfall des Betrugs an diesem fahrenden Gesellen, z.B. von Hannes Wader, aber keine musikalische Entsprechung für die "Verzaubermelodie"). Ich entschied mich für einen 3/4tel Takt in B-7b5. Ein Dreier-Takt, da das eine Art Ringelreihn impliziert und gleichzeitig auch etwas "beschickert" macht, und die VII Moll-Stufe mit ihrer leicht orientalischen Erscheinung wegen der Fremdartigkeit des reisenden Musikers.

  Es beginnt mit einen Auftakt der aufscheuchen soll. Dann startet der Rhythmus mit den Begleitakkorden, dazu gesellt sich dann das Saxophon mit der zweiten Stimme und schließlich ertönt die Hauptmelodie, die in diesem Fall eine wörtlich genommene Hookline sein soll. Bei ihrer Wiederholung springt die 8-taktige Melodie für vier Takte einen Halbton nach oben.
  Es folgt die Bridge, die in Doubble-Time (6/8tel) gehalten ist. Sie ist eine
Emoll - A7dim - Dmoll Progression. Das hohe Tempo und der stürmische Verlauf der Melodie spiegeln das Zusammenlaufen und Absaufen der Kleinen wieder.
  Nach der Bridge folgt noch einmal die Melodie plus ihrer modalen Wiederholung.
  Es folgt der Soloteil, der ein modaler 6/8 Blues in C7 ist.
  Das Solo mündet in den nach C-7b5 verschobenen Teil. Darauf folgt die Bridge und nach ihr kommt wieder die Melodie plus ihrer modalen Wiederholung. Noch einmal 8 Takte ohne Saxophon und dann die Schlussphrase.

  Einen Text zu dem Stück wird es auch noch geben.



  Der Karavanenkanon - mein erster Kanon. Wegen der Eigenschaft eines Kanons, dass die einzelnen Stimmen mit der selben Melodie versetzt in einander greifen, schien mir der einzige Weg um ein abgeschlossenes Stück zu schaffen der, etwas wie Ravels Bolero zu machen (eine Gruppe, die sich langsam nähert und vorbei zieht um sich darauf hin wieder zu entfernen. Ich konnte es auch nicht lassen den Bolero-Rhythmus in der Mitte mit einzubauen. Haben Sie viel Spaß mit dem Karavanenkanon.
  Für jeden einzelnen Musiker der Band stellt dieses Stück eine wunderbare Dynamik-Übung dar.



  Und wieder etwas Neues, der Besserwisser. Ein Song mit etwas Selbstironie, denn ich ertappe mich des öfteren bei dieser Eigenschaft.
  Er basiert auf einem funky Bass-Groove, hat einen Break und der Refrain ist in einem
Latin-Rhythmus gehalten.


  der Besserwisser

Der Besserwisser (Text)

Du störst grad' meine Kreise - mit Ignoranz – ich find' ich muss dich jetzt bekehren
'Denkst, könnt'st mir was erzählen – repetierst Standards – schau her wie der Hase läuft
Du lebst in vagem Dunst – von der Lösung bist du weit entfernt
Als Vorlage ist's nicht schlecht – hör' mein' Return – damit dein Ding nicht gleich absäuft

(Refrain)
Wenn wir ihm vertrauen – er uns überzeugt - ja, aber!
Mit uns auf einer Stufe steht - nicht nur reklamiert - ja, aber!
Uns nicht für dumm verkauft – sich mit uns auch freut - ja, aber!
Uns ein Stückchen weiter hilft – wär er respektiert


Aus Gewohnheit bin ich dagegen – und nicht weil's brennt – dafür sind mir die Dinge viel zu
                                                                                                                                         ernst
In deinen Belangen kenn' ich mich aus – dich übermannt's – hinterm Mond da kennst du viel
Adams Bart ist unser Streitpunkt – auch wenn du's Selbe willst
Laut bin ich lang vor dir – bin arrogant – erreiche selten mein wahres Ziel

(Refrain)


  Nach vier Bass-Auftakten fängt ein 24-taktiges Gitarrensolo an das nach 8 Takten von einem Bläsersatz unterstützt wird. Gefolgt von einer 32-taktigen Strophe mit der zweiten Melodie des Bläsersatzes. Daran schließt sich ein 8-taktiger Break. Nun wechselt der
Funk-Rhythmus für den Refrain in einen Salsa. Danach wechselt der Rhythmus wieder zur¨';ck für ein 32-taktiges Saxophon-Solo bei dem die Flöte den dritten Teil der Bläserlinie spielt. Dann kommt wieder der Break, diesmal mit einem Bongo-Solo. Weiter geht's im Salsa-Rhythmus und einem Flöten-Solo. Break. Zweite Strophe, begleitet von den drei aneinander gefügten Bläsersatz-Melodien, direkt anschließend der Refrain. Es bleibt im Salsa-Rhythmus und der bekommt einen eigene Bläserlinie. Nach 8 Takten hat die Gitarre ein zweites Solo. Leichtes Fade out. Zum Schluß der Break.







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